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topia  id: 1085662
Hardware
CPU Intel® Core™ i7-870
RAM 8GB Kingston HyperX DDR3
Videocard Radeon HD 6870
Motherboard GigaByte GA-P55A-UD3
Display 22'' Samsung SyncMaster 226BW + 15'' LG L1511S
OS Windows 7 Professional 64 Bit
Antivirus Microsoft Security Essentials
CD/DVD DVD-Rom / DVD-RW LG
Mouse Logitech MX518
Mousepad Alienware Mauspad
Keyboard Logitech Tastatur
Headphones Speedlink Medusa
Connection DSL 32.000
Wheel/Pedals ----
Joypad von Rainbow (extrem billig^^)
TV LG 37LH4000 LCD-TV
Console(s) PS, PS2, GC, 360
Handheld(s) GB, GBA
Favourite...
Music ♫ ♫ ♫
Favourite...
Map villers-bocage, toujane, dawnville (1), bog
Game Hero Rikimaru, Sam Fischer, Sonic
Race (Humans/Orcs/..) † Nekromant †
Genre Shooter
Console Playstation, Xbox 360
►|| ESL Admin ||◄
Für Supportanfragen, nutzt bitte das > Supportformular!

Status: ...


Wenn ich dich töte "IS KLAR", wars Luck, töt ich dich 2 mal cheate ich und wenn ich mal nicht treff bin ich lowskilled. Achja ich bin auch voll der Lamer. Und trotzdem kassierst du... immer und immer wieder!!!


Ich bekomm bei Praktiker 20% auf alles. Sogar auf Tiernahrung!


Der Terror hat längst gesiegt, wenn kein Skrupel besteht, Grundrechte zu verletzten.


"Es ist einfach eine Tatsache, dass der Computer im Krieg geboren
wurde und dass fast alle Forschungen und Entwicklungen des
Computers vom Militär und fast ausschließlich vom Militär unterstützt
wurden und heute noch werden. Jeder Erfolg, zum Beispiel in der
Technik, dem Computer das Sehen beizubringen, wird sofort vom Militär
aufgegriffen und sofort in Waffen eingebaut. Man darf nicht sagen,
der Computer kann für etwas Böses und für etwas Gutes benutzt werden,
und der Computer selbst ist wertfrei. In dieser Gesellschaft ist der
Computer zuallererst ein militärisches Instrument. Gut, es gibt
Gewehre, die nur für Zielübungen benutzt werden, aber das Gewehr als
solches in unserer Gesellschaft hat eben den Wert eines Instruments,
mit dem man Menschen töten kann. Und so ist es auch mit dem Computer.
Er ist nicht bloß ein Werkzeug, er ist nicht wertfrei, und daran zu
arbeiten ist keine wertfreie Entscheidung."


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Das virtuelle Volk

Oh, wie sie über das Stoppschildgesetz schimpfen. 140 Zeichen sind mehr als genug, um die Internet-Kompetenz der CDU zu beschreiben. Der Verrat der SPD an ihren Grundwerten ist hingegen derart bodenlos, dass ihm ein einziger Blog-Eintrag kaum gerecht werden kann (pro Tag). Mit dem Sezieren der missratenen Worte der Zensursula lässt sich ein ganzes Web-Magazin füllen.

Die vernetzte Gesellschaft reagiert ihren Frust digital ab. Ihr versteht gar nichts, ihr Politikdinosaurier! Und dann wird es erklärt, immer und immer wieder: Warum das Gesetz eine Farce ist, warum es mehr schadet als nützt, warum es einen neuen digitalen Untergrund schaffen wird, statt den existierenden auszutrocknen.

Währenddessen sitzen die Politikdinosaurer im Café, blättern durch die Zeitung und freuen sich, wie gut das neue Gesetz beim Volk ankommt. Die Bild hat sie gelobt; Mütterchen haben sich auf der Straße bedankt, dass endlich was gegen den bösen Kinderschänder von nebenan passiert.

Im Reich der Bits und Bytes wird das Murren derweil immer lauter. 134015 Leute haben mit Name und Adresse eine Online-Petition gegen das Gesetz unterschrieben. Es hat ein Zeichen gesetzt, aber nichts geholfen. Wir müssen gegen dieses Gesetz auf die Straße gehen! Tausende, Zehntausende rufen online zum Protest auf. Ein paar Hundert versammeln sich an Ort und Stelle; der Rest drückt daheim F5 - mal lesen, wie es gelaufen ist.

Die Dinosaurier stehen kurz auf und sehen sich das Spektakel an. Junge Männer mit Pickeln im Gesicht, die nie eine abbekommen werden. Bleiche Gestalten in formlosen Parkas. Vermutlich alles Nichtwähler. Unbedeutend.

Währenddessen online: Diese Internet-Ausdrucker wählen wir nie wieder! Denen werden wir es zeigen! Wir werden Parteimitglieder bei den Piraten - deren Programm ist ein Wiki, an dem jeder mitschreiben kann. E-Demokratie! Die ahnungslosen Parteibuchhalter von vorgestern werden sich noch wundern.

Bei der Europawahl haben die deutschen Piraten 0,9 Prozent erreicht - nicht übel, aber sieht so eine Massenbewegung aus? Wohl nicht, feixt der Politikveteran. Ob die nun nicht wählen oder für eine albern klingende Spontipartei stimmen, fällt im Herbst kaum ins Gewicht.

Wochenlang haben die Leute im Web 2.0 agitiert, während dort draußen - in der Realität 1.0 - echte Politik gemacht wurde. Ach, wäre doch jeder Tweet und jeder Forenkommentar gegen die albernen Stoppschilder eine Postkarte an einen Bundestagsabgeordneten, jeder Blog-Eintrag ein Leserbrief an ein Medium der Ewiggestrigen, mit felsenfester Argumentation und kompetenter Rechtschreibung. Aber wer will sich dafür schon dem Postschalterangestellten unterwerfen! Wir sind im Recht; die anderen haben keine Ahnung.

Derweil sitzt im Café neben dem Politiker ein Lobbyist, dessen Augen leuchten, wenn er an die Potenziale dieses Stoppschilds denkt. Der Lobbyist verwendet einfache Sätze und spricht ganz leise. Der Politiker hört ihn trotzdem - im Unterschied zu den Abertausenden, deren digitaler Aufschrei in seiner analogen Welt nie ankommt.

Gerald Himmelein
Quelle: heise.de/ct/

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Die Küchenuhr
Wolfgang Borchert


Sie sahen ihn schon von weitem auf sich zukommen, denn er fiel auf. Er hatte ein ganz altes Gesicht, aber wie er ging, daran sah man, dass er erst zwanzig war. Er setzte sich mit seinem alten Gesicht zu ihnen auf die Bank. Und dann zeigte er ihnen, was er in der Hand trug.
Das war unsere Küchenuhr, sagte er und sah sie alle der Reihe nach an, die auf der Bank in der Sonne saßen. Ja, ich habe sie noch gefunden. Sie ist übrig geblieben. Er hielt eine runde tellerweiße Küchenuhr vor sich hin und tupfte mit dem Finger die blau gemalten Zahlen ab.
Sie hat weiter keinen Wert, meinte er entschuldigend, das weiß ich auch. Und sie ist auch nicht besonders schön. Sie ist nur wie ein Teller, so mit weißem Lack. Aber die blauen Zahlen sehen doch ganz hübsch aus, finde ich. Die Zeiger sind natürlich nur aus Blech. Und nun gehen sie auch nicht mehr. Nein. Innerlich ist sie kaputt, das steht fest. Aber sie sieht noch aus wie immer. Auch wenn sie jetzt nicht mehr geht.
Er machte mit der Fingerspitze einen vorsichtigen Kreis auf dem Rand der telleruhr entlang. Und er sagte leise: Und sie ist übrig geblieben.
Die auf der Bank in der Sonne saßen, sahen ihn nicht an. Einer sah auf seine Schuhe und die Frau sah in ihren Kinderwagen. Dann sagte jemand:
Sie haben wohl alles verloren?
Ja, ja, sagte er freudig, denken Sie, aber auch alles! Nur sie hier, sie ist übrig. Und er hob die Uhr wieder hoch, als ob die anderen sie noch nicht kannten.
Aber sie geht doch nicht mehr, sagte die Frau.
Nein, nein, das nicht. Kaputt ist sie, das weiß ich wohl. Aber sonst ist sie doch noch ganz wie immer: weiß und blau. Und wieder zeigte er ihnen seine Uhr. Und was das Schönste ist, fuhr er aufgeregt fort, das habe ich Ihnen ja noch überhaupt nicht erzählt. Das Schönste kommt nämlich noch: Denken Sie mal, sie ist um halb drei Stehengeblieben. Ausgerechnet um halb drei, denken Sie mal.
Dann wurde Ihr Haus sicher um halb drei getroffen, sagte der Mann und schob wichtig die Unterlippe vor. Das habe ich schon oft gehört. Wenn die Bombe runtergeht, bleiben die Uhren stehen. Das kommt von dem Druck.
Er sah seine Uhr an und schütellte den Kopf. Nein, lieber Herr, nein, da irren Sie sich. das hat mit den Bomben nichts zu tun. Sie müssen nicht imer von den Bomben reden. Nein. Um halb drei war etwas ganz anderes, das wissen Sie nur nicht. Das ist nämlch der Witz, dass sie gerade um halb drei stehen geblieben ist. Und nicht um Viertel nach vier oder um sieben. Um halb drei kam ich nämlich immer nach Hause. Nachts, meine ich. Fast immer um halb drei. Das ist ja gerade der Witz.
Er sah die anderen an, aber sie hatten ihre Augen von ihm weggenommen. Er fand sie nicht. Da nickte er seiner Uhr zu: Dann hatte ich natürlich Hunger, nicht wahr? Und ich ging immer gleich in die Küche. Da war es dann fast immer halb drei. Und dann, dann kam nämlich meine Mutter. Ich konnte noch so leise die Tür aufmachen, sie hat hat mich immer gehört. Und wenn ich in der dunklen Küche etwas zu essen suchte, ging plötzlich das Licht an. Dann stand sie da in ihrer Wolljacke und mit einem roten Schal um. Und barfuß. Und dabei unsere Küche gekachelt. Und sie machte ihre Augen ganz klein, weil ihr das Licht so hell war. Denn sie hatte ja schon geschlafen. Es war ja Nacht.
So spät wieder, sagte sie dann. Mehr sagte sie nie. Nur: So spät wieder. Und dann machte sie mir das Abendbrot warm und sah zu, wie ich aß. Dabei scheuerte sie immer die Füße aneinander, weil die Kacheln so kalt waren. Schuhe zog sie nachts nie an. Und sie saß so lange bei mir, bis ich satt war. Und dann hörte ich sie noch die Teller wegsetzen, wenn ich in meinem Zimmer schon das Licht ausgemacht hatte. Jede Nacht war es so. Und meistens immer um halb drei. Das war ganz selbstverständlich, fand ich, dass sie mir nachts um halb drei in der Küche das Essen machte. Ich fand das ganz selbstverständlich. Sie tat das ja immer. Und sie hat nie mehr gesagt als: So spät wieder. Aber das sagte sie jedes Mal. Und ich dachte, das könnte nie aufhören. Es war mir so selbstverständlich. das alles war doch immer so gewesen.
Einen Atemzug lang war es still auf der Bank. Dann sagte er leise: Und jetzt? Er sah die anderen an. Aber er fand sie nicht. Da sagte er der Uhr leise ins weißblaue runde Gesicht: Jetzt, jetzt weiß ich, dass es das Paradies war. Das richtige Paradies. Auf der Bank war es ganz still. Dann fragte die Frau: Und Ihre Familie?
Er lächelte sie verlegen an: Ach, sie meinen meine Eltern? ja, die sind auch mit weg. Alles ist weg. Alles, stellen Sie sich vor. Alles weg.
Er lächelte verlegen von einem zum anderen. Aber sie sahen ihn nicht an. Da hob er wieder die Uhr hoch und lachte. Er lachte: Nur sie hier. Sie ist übrig. Und das Schönste ist ja, dass sie ausgerechnet um halb drei stehen geblieben ist. Ausgerechnet um halb drei.
Dann sagte er nichts mehr. Aber er hatte ein ganz altes Gesicht. Und der Mann, der neben ihm saß, sah auf seine Schuhe. Aber er sah seine Schuhe nicht. Er dachte immerzu an das Wort Paradies...
 
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