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Philipp "kookian" Schaz in Zivil |
Kookian selbst beschreibt sich als "unbeschreiblich, improvisierend, launisch sowie müde und fit zugleich". Der sympathische 18-Jährige aus Meßkirch in Baden-Württemberg ist bereits seit der dritten Saison in der ESL Pro Series - presented by Intel. Bereits in seiner ersten Saison schaffte er es, sich für die Finals zu qualifizieren und spielte sich dort bis ins Overall-Finale gegen HoRRoR. Letzterem unterlag er zwar knapp, sein Einstand in die EPS war allerdings ein voller Erfolg. In der vierten Saison schaffte er es dann erneut auf die Finals, um sich dort allerdings abermals geschlagen geben zu müssen. Miou schickte ihn im Overall-Finale mit 2:0 nach Hause. In der folgenden Saison, der fünften insgesamt, lief es dann nicht mehr so rund. Kookian erreichte am Ende der Saison lediglich den siebten Tabellenplatz und war damit nicht für die Finals qualifiziert. Ähnliches spielte sich in der sechsten Saison ab: Ein achter Platz am Ende; der Klassenerhalt zwar, aber vom alten Glanz aus seinen ersten Saisons war nicht mehr viel zu sehen.
Zwischen der letzten Saison und der jetzigen, siebten Saison wurde es dann sehr still um Kookian. Auf die Frage nach dem "warum" erwidert er ehrlich: "Ich denke die Antwort ist einfach: Die anderen sind besser.". Er sei inzwischen müde von Warcraft 3 und habe in dieser Zeit einfach keine Lust mehr auf das Spiel
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Kookian vor einem Jahr auf dem IFNG Frankfurt |
gehabt. "Da ich aber, wie schon erwähnt, launisch bin, sollte man die Aussage nicht einfach so hinnehmen. Es gibt Phasen in denen ich mehr spiele, leider sind sie in letzter Zeit rar geworden.", fügt er hinzu. Er trainiere derzeit auch nicht viel. Es gäbe für ihn aufgrund seines Ehrgeizes nur "ganz oder gar nicht". Für ihn träfe derzeit "gar nicht" zu, wobei er natürlich schon ab und zu spielt.
Mit seinem bisherigen Saisonverlauf ist Kookian folglich nicht zufrieden. "Ich hab keinen Spaß daran die Tabelle anzusehen.", sagt er und fügt einen traurigen Smiley hinzu. Auf die Frage, ob ihn das nicht noch einmal dazu anspornen würde mehr zu trainieren, antwortet er: "Ich dachte eigentlich schon. Aber irgendwie fehlt mir auch die Zeit dazu.". Er befindet sich derzeit in seinem Abitur-Jahr und investiert deshalb auch etwas mehr Zeit in die Schule. Zusätzlich rauben ihm 'Die drei Fs (Fußball, Freundin und Feiern)' noch Freizeit. Selbstkritisch gesteht er allerdings, dass man auch das Spielen mit etwas Disziplin noch unterkriegen könnte. "[...] aber ohne einen inneren Beweggrund, also Motivation, geht das nicht.", so Kookian.
Vom Intel Friday Night Game in München, auf dem er am 18. November gegen Fire antreten muss, erwartet er sich "spielerisch nicht viel [...]". Trotzdem freue er sich auf das "Drumherum" und die Atmosphäre.
"Klassenerhalt wäre ganz gut", antwortet Kookian lächelnd auf die Frage nach seinen Zielen in dieser Saison. Ob das auch realistisch ist, stellt er nicht groß zur Diskussion. "Ich bin optimistisch.", gibt er kurz und bestimmt als Antwort.
In der letzten Frage, die diese Serie wie ein "Roter Faden" durchzieht, dürfen die Spieler ohne Rücksicht auf die Kosten etwas am professionellen eSport ändern. Wie schon viele vor ihm wünscht sich Kookian "Ein Medium für die Masse". Beispielsweise einen Fernsehsender oder eine Zeitschrift. Insgesamt ist er aber optimistisch was den elektronischen Sport angeht und würde ihm einfach noch Zeit geben, sich zu entwickeln.