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Leukämie bekämpfen - Kann ich jetzt auch
Manchmal erkranken Freunde oder Familienmitglieder schwer und keiner kann Hoffnung schenken, weil das Nötigste fehlt. Das muss eigentlich nicht sein. Zumindest bei Krankheiten wie Leukämie könnten viel mehr Menschen gerettet werden, wenn die Spenderdatenbank größer wäre. Morpheus möchte, dass wir alle mehr tun.
Im letzten Jahr erkrankte der ESL User C.O.P. morpheus an Leukämie und unterzog sich im September einer Chemotherapie. Zunächst schien der Krebs besiegt, doch dann kam er diesen September unerwartet zurück. Morpheus möchte gerne schnell gesund werden und die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) ist auf der Suche nach einem geeigneten Spender für ihn.

Das Problem bei der Suche nach Spendern ist, dass der geeignete Spender nur in einem Drittel der Fälle innerhalb der eigenen Familie des Kranken gefunden werden kann. Normalerweise ist der geeignete Spender ein fremder Mensch, ein genetischer Zwilling des Patienten. Morpheus hat durch seine Krankheit erfahren, dass häufig Leukämiekranke - meistens sind es Kinder - vergebens auf einen Spender warten müssen. Deshalb hofft er darauf, dass viele "Zockerkollegen" durch die ESL, wo er selber gerne Gather spielt, auf die DKMS aufmerksam werden.

Die Typisierung bei der DKMS

Zunächst meldet man sich bei der DKMS als Spender an und absolviert einen Wattestäbchentest. Nach einem Abstrich, den man im Mund vornimmt, schickt man den Test zurück. Nun kann man als Spender in der DKMS Datenbank aufgeführt werden. In anonymer Form werden die Gewebemerkmale zusammen mit der Spendernummer an das ZKRD (Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland) in Ulm übermittelt und stehen dort für Patientenanfragen aus der ganzen Welt zur Verfügung.




Die Benachrichtigung des Spenders

Falls die Bestätigungstypisierung zeigt, dass man tatsächlich für den Patienten der gesuchte "genetische Zwilling" ist, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich endgültig entscheiden muss, ob man für den Patienten zur Verfügung stehen möchte. Nach einer gründlichen gesundheitlichen Untersuchung und Aufklärung durch einen Arzt erfolgt eine schriftliche Einverständniserklärung zur Spende.

Die Stammzellenspende

Bei der peripheren Stammzellenentnahme wird dem Spender fünf Tage lang ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht, der vom Körper z.B. auch bei fieberhaften Infekten produziert wird. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann aus dem Blut gesammelt werden. Die DKMS übernimmt alle Kosten für die Reise zum Krankenhaus und sogar für Unkosten, die dem Arbeitgeber eventuell entstehen. Dabei freut man sich natürlich, wenn so viele Menschen wie möglich Spenden zur Verfügung stellen, aus denen die Typisierungen und alle weiteren Kosten gezahlt werden können.

Freude am geschenkten Leben

Viele Menschen denken, dass man Knochenmark aus den Knochen entnehmen müsse, damit man Leukämiekranken helfen kann. Dass man genug Stammzellen auch aus dem Blut herausfiltern kann, ohne dem Retter das Blut wegzunehmen (es wird ja gleichzeitig aus dem Körper geleitet, gefiltert und wieder zurückgeleitet), das wissen die wenigsten. Wir wünschen Morpheus alles Gute und hoffen, dass er bald einen Spender findet.

Typisierungsveranstaltungen auf denen man sich informieren und auch typisieren lassen kann findet man im Veranstaltungskalender der DKMS. Meinen eigenen Wattestäbchentest habe ich bereits abgeschickt.
ESLJulia, Tuesday, 02/11/10 11:06
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