VON der Community - FÜR die Community
In diesem Jahr habt ihr die Möglichkeit, uns und der Community, eure ganz persönliche Geschichte zu erzählen. Es gibt viele Geschichten, die das Leben schreibt, und wir wollen sie wissen. Schreibt uns eure ganz persönliche eSport Kolumne (muss keinen Bezug zur ESL haben; aber zum Spiel Counterstrike) und teilt uns mit, was ihr schon immer einmal loswerden wolltet.
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Wie seid ihr zu dem Spiel Counterstrike gekommen?
- Hat sich euer Leben dadurch verändert?

Welche Erfahrungen habt ihr in den letzten Jahren und seit Beginn gemacht?
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In der Vergangenheit haben unsere weiblichen User bereits eine Plattform bekommen, die große Begeisterung fand. Nun möchten wir auch den Männern die Chance geben, eure Meinungen und Erlebnisse, Rund um den eSport, der Welt kundzutun.

Einen ersten Einblick hat uns 'benediction' zukommen lassen. Er ist seit über 10 Jahren Mitglied in der ESL und möchte uns in seiner Kolumne das Thema "Seltsame Ban-Praktiken auf Public-Servern und godmin als Internetpranger in der Rubrik Counter-Strike 1.6" näher bringen.

Vorab sei gesagt, dass wir uns von jeglichem Inhalt eurer Kolumnen distanzieren. Die Kolumne ist ausschließlich die Meinung des Users. Gerne bieten wir Euch eine Plattform an, damit ihr die Chance bekommt, der eSport Community zu schreiben, was ihr schon immer sagen wolltet.


Seltsame Banpraktiken, oder wie man eine Spielidee zu Grund richtet


Lange habe ich überlegt ob ich im Namen der Counter-Strike 1.6 Community sprechen darf und wie ich, als kleiner Spieler, meine Meinung zu meinem Lieblingsspiel verfassen soll, weil ich seit sehr langer Zeit beobachten muss, wie sich die Gemeinschaft immer mehr in kleine Grüppchen aufspaltet und immer mehr gegeneinander arbeitet, als miteinander.

Zuerst kurz zu meiner Person, mein Nickname lautet -benediction-. Diesen Namen habe ich mir zugelegt, als es Mode war nicht unter seinem Clantag zu spielen, wenn man auf einem öffentlichen Server seiner Spielsucht fröhnen wollte. Mein eigentlicher Nickname für ambitionierte Gefechte lautet 12M|GDC, Clanleader der 12Monkeyz, einem Counterstrike-Clan der seit 1999 Bestand hat, leider jedoch mangels üppiger Freizeit, sich ändernden Interessen der Mitglieder und Familien die ganz einfach keine Zeit mehr für das gemeinsame Spiel am Rechner lassen, und nunmehr nur aus drei Mitgliedern besteht, von denen zwei noch aktiv an sogenannten Teamgathern mit Freunden ins Geschehen eingreifen.

Wie man aus dem Gründungsdatum des Clans ablesen kann, spiele ich dieses, unser aller, Lieblingsspiel schon sehr lange. Ein gemeinsames und ständiges Ärgernis sind Cheater, Hacker oder auch Rassisten die als immerwiederkehrende Plage die öffentlich, frei zugänglichen Server heimsuchen. Selbst vor dem Ligabetrieb in Europas größter Spieleplattform – Electronic Sports League – kurz esl, machen diese Miesmacher nicht halt und stören immer wieder den Zusammenhalt, indem sie massiv das Misstrauen der Spieler untereinander schüren.

Gerade auf Grundlage dieses Misstrauens gibt es in neuerer Zeit immer neue und zuweilen bizarre sogenannte „Serverrules“ auf den weit verbreiteten Public-Servern, bei denen sich mir als alteingesessenen Spieler die Haare zu Berge stehen oder die Fußnägel nach oben rollen, weil ich, und sicher auch ein breites Publikum aus der Counter-Strike Community, sich nicht erklären können wie man mit solchen Regularien versucht seine eigene kleine heile Welt zu erschaffen. Ich stelle hiermit öffentlich in Frage, wie es sein kann, dass man auf einem öffentlich zugänglichen Server Vorschriften erheben kann, die jeder einhalten muss, obwohl schon aus rein spielmechanischer Sicht, diese Regeln nicht sinnvoll, oder für das persönliche Empfinden als störend wahrgenommen werden.

Einige Beispiele:

- die Pflicht am Half-Life Ingame-Voice teilzunehmen

(für jeden einstellbar ist dagegen, auf eben diesen zu verzichten, indem man einen einfachen Befehl in seiner config.cfg einfügt, die da lautet sv_voiceenable 0

- man soll sich für unabsichtliche Teamattacken sofort entschuldigen

(obwohl die Möglichkeit dies am Rundenende oder beim virtuellen Ableben im Chat zu tun, durchaus ausreichend gegeben ist.)


- man soll, sobald man eine gewisse Kill-Death-Ratio erreicht hat, bis zum Mapende nur noch Funwaffen oder sogar Pistolen benutzen

(in mehreren Counter-Strike Plugins gibt es die Möglichkeit Spieler automatisch ins schwächere Team zu transferieren, bzw. der Administrator kann dies manuell tun)

Dies sind nur einige der seltsamen Regeln die mir aufgefallen sind, dergleichen sind noch einige mehr da draußen unterwegs, die sich gegenseitig in ihrer Seltsamkeit überbieten. Warum ich gerade diese ausgewählt habe, kann sich jeder, der sich auf der Seite Godmins Tools meine Banstatistik http://godmin.de/steaminfo/STEAM_0188779 ansieht womöglich nachvollziehen. Die beiden Einträge auf diesem vom Entwickler unter der Prämisse hergestellten Tools, dass man nachverfolgen kann, wann und wo sich jemand auffällig benommen hat, vom Server BZ (Betreutes Zocken) sowie LF (LaFamilia) kamen dadurch zustande, dass ich mich auf ersterem Server nicht an die oberen aufgezählten Regeln gehalten habe und der zweite resultiert daraus, dass hier ohne irgendwelche Gründe ein Ban übernommen wurde, ohne dass ich jemals auf diesem Server jemals einen Mouseklick getan habe.

Anschließend wurde mir auch noch der Ban des Entwicklers des Godmins-Tools zuerkannt, da ich mich in einem Forenthread auf der Seite der LaFamilia dahingehend über sein Tool geäußert habe, dass es sich um einen Internetpranger handelt.

Sicherlich kann man mir nun vorwerfen, dass ich mich informieren muss, bevor ich mich auf einem Public-Server aufhalten möchte, der Sinn des Public-Servers ist jedoch gerade, dass man Spaß haben möchte und sich ohne groß um irgendwelche Vorschriften kümmern zu müssen, weil man zum Beispiel seinen Freunden auf diesen Server folgt. Wenn eine Community ihre Regeln so stringent verteidigen muss, dass jeder, der sie nicht bereit ist einzuhalten, vom Server entfernt wird, dann sollte diese Community diesen Server nicht frei zugänglich gestalten, sondern diesen mit einem Passwort versehen und nur noch Spieler zulassen, die sich dieses Passwort vorab bei einem zuständigen Administrator geben lassen. Hausrecht auf dem eigenen Server, den man selbstverständlich aus eigener Tasche bezahlt hin oder her. Ich glaube hier machen es sich die zuständigen Administratoren selbst sehr leicht, denn anstelle sich darum zu kümmern, dass Hackern, Cheatern und sonstigem Internetungeziefer der Zugang zu Public-Servern verwehrt wird, entledigt man sich unerwünschten Personen auf Grund zurechtgebogener Serverregeln, wenn einem die Nase des betreffenden nicht gefällt. Eindrucksvoll nachzuvollziehen aus dem übernommenen Ban von BZ zu LF.

Nachdem ich mich nunmehr über meinen eigenen Ban und mein Erscheinen auf einer Internetseite, die eigentlich dazu dienen sollte Cheatern den Zugang zu öffentlichen Servern zu verweigern, ausgelassen habe, stellt sich jeder, der sich den gesamten Text bis zu diesem Punkt durchgelesen hat, die Frage: Was zum Geier will der Typ eigentlich?

Zuallererst einmal ist diese Kolumne dazu gedacht bei den Administratoren und Clanverantwortlichen ein Umdenken zu bewirken, ob es nicht vielleicht doch besser ist, keinen öffentlich zugänglichen Server bereitzustellen, sondern einen passwortgeschützten Zugang für Leute, denen man vertrauen kann und will, auf einem nicht öffentlichen Server zu ermöglichen. Wenn man sich untereinander einig ist, dann sind sinnfreie Serverregeln nicht notwendig, denn man kennt sich ja sicherlich nicht erst seit ein paar Minuten.

Es sollte jedem ehrlichen Spieler freistehen, ob er sich mit den Mitspielern auf einem öffentlichen Server per Sprachchat oder auch nur per Ingame-Chat unterhalten möchte. Es ist keine Frage, dass man sich trotzdem an eine gewisse „Netiquette“ halten muss. Dass man aber nicht gezwungen werden kann sich für jedes spielmechanisch unmögliche Vergehen sofort zu entschuldigen, sollte jedoch auch Augenmerk finden.

Die Spieler mit sonstigen Banalitäten vom flüssigen Spielverlauf abzuhalten, mit Einschränkungen zu malträtieren oder sich als Administrator aus einer Laune heraus jemanden herauszupicken, dem man es mal richtig zeigen kann, weil man selbst keine Kontrolle mehr über sich selbst hat, dienen nicht dem Spielspaß und der Bildung einer Gemeinschaft, sondern sorgen dafür, dass es zu Kleinkriegen und Missgunst untereinander kommt. Wir alle sollten gemeinsam gegen Hacker, Cheater und Rassisten vorgehen, der Ansatz des Godmins-Tools ist sehr gut, jedoch ist es in dieser Form schlicht und ergreifend nicht das, was es vorzugeben versucht. Denn wenn man bereits einen Eintrag bekommt, weil man es versäumt hat innerhalb eines Augenblicks „sry“ in den Ingame-Chat zu tippen, dann ist dies schlicht und ergreifend der falsche Weg. Die wahren Hacker und Cheater würde es nicht abhalten mit einem weiteren Account genau wieder diesen Server heimzusuchen. Den Hinweis, dass dieses Tool nur als Hinweis für andere Administratoren herangezogen wird und es seinem eigenen Ermessen liegt ob man einen Ban übernimmt, kann man als vernünftiger Mensch nicht nachvollziehen, wenn man nach einem halben Jahr herausfindet, dass man auf einem Server gebannt wurde, auf dem man noch nie gespielt hat, vor allem dann nicht, wenn man sich keiner illegalen Mittel bedient hat um diesen Ban zu rechtfertigen.

Wenn man jemandem nicht in den Kram passt, dann ist dies eine Sache unter zwei Personen, wenn allerdings dann diese Abneigung zur Begründung genügt, diese Person öffentlich anzuprangern.

Liebe Counter-Strike Community, eine neue Welt soll sich demnächst uns allen Eröffnen, sie nennt sich Global Offensive. Wir alle, ob Counter-Strike 1.6 oder Source-Spieler, sind gefragt wieder zu einer großen Familie zusammenzuwachsen. In der guten alten Zeit, war es so, dass Cheater gebannt wurden, man regte sich herrlich in Roger Wilco oder anderen Voice-Chats darüber auf, wie schlecht der eine oder andere Spieler sich angestellt hat, oder man lud ihn in eben diesen Chat ein, damit er sich mit uns anderen gemeinsam amüsieren konnte. Aber niemand wurde gezwungen sich entgegen seiner Spielgewohnheiten zu verhalten. Ich habe in dieser Zeit viele Menschen kennengelernt, auch ohne in sämtlichen Voice-Chats Dauergast zu sein. Anstatt sich gegenseitig selbst zu verdächtigen, Missgunst zu üben oder anderen den Spaß am Spiel zu nehmen, weil man selbst einen schlechten Tag hat, sollten wir wieder zu dieser Lockerheit zurückkehren und das Spiel als das betrachten was es ist: Ein Spiel bei dem man Spaß mit anderen haben kann.

Wenn man diesen Spaß nur mit seinen vertrauten Freunden teilen will, dann bleibt diesen Spielern und Administratoren immer noch ein per Passwort abgeschlossener Clanserver.


Wenn auch ihr Lust habt, eine derartige Kolumne zu schreiben oder eine andere interessante eSport Geschichte zu erzählen habt, dann lasst es uns wissen. Noch einmal sei gesagt, dass die Texte ausschließlich die Meinung der jeweiligen User sind und wir uns diesbezüglich distanzieren.

Wie kann ich euch meine Kolumne zukommen lassen?


Schreibt uns bitte ein Supportticket mit dem Betreff "Kolumne Counterstrike" und fügt in einer .zip Datei eure Kolumne bei. Es werden alle Vorschläge angesehen. Wenn euer Thema interessant und spannend klingt, werden wir diese in einer News veröffentlichen.


Wir freuen uns darauf !

Eure CS Admins

marc, Čtvrtek, 05.01.12 21:49
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komentářů (2)
 
 
Passwortgeschützte Server...besser bekannt als War-Server.
Die Sache ist auch die, dass es auf genug Servern funktioniert, so wie die Admins es haben möchten.

Ich wette nicht mal die Hälfte wird sich den Text durchlesen und wenn doch, wird nur ein Bruchteil von Public-Spielern dabei sein, der hier auch direkt angesprochen wird.
Dass es viel Text ist, war mir von vorn herein klar. Ich warte schon auf die - tl;dr -

Dass es auf vielen Servern funktioniert auch. Aber das es immer wieder welche gibt, die sich aufspielen müssen, nur weil sie ein wenig Adminarbeit scheuen.. wozu gibts z.B. Banlisten bei Bustmore oder Steamban.. War-Server sind für Gather, Friendly-Wars oder Turniere ganz nett, mit mehr als 10 Leuten ist ein passwortgeschützer War-Server aber auch nichts anderes als ein geschlossener Public, denn es macht keinen Sinn zu versuchen Taktik in ein 10on10 zu bringen..

*edit*
PS: Alles in Allem soll es ein Statement sein, dass die Community gegen Cheater etc. zusammenrücken und nicht durch Kleingeistigkeit und Kleinstaaterei noch mehr in die Brüche gehen soll.
1 úprav
 
 
 
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